Mittwoch, 7. Oktober 2009

Auf dem Weg nach Moree

Raus aus Sydney und rein in die Blue Mountains!

Faehrt man etwa eine Stunde aus Sydney und seinen massigen Vororten raus erreicht man die ersten Auslaeufer der Blue Mountains. Steile und enge Serpentinen auf denen einem regelmaessig 80 Tonner entgegen brettern und Anspruch auf unsere Strassenseite stellen.

Hier merkten wir auch das erstemal das Kampfgewicht unseres Pajeros. Unser Leben und das Auto zusammen wiegen in etwa 2 Tonnen und dementsprechend ging es mit Tempo 40 die Berge hoch. Die Truckerfahrer wirds gefreut haben. Konnten wir aber leider nicht sehen da die Windschutzscheiben der Trucks bei einem halben Meter Abstand zu unserer Heckscheibe im Spiegel nicht mehr zu sehen waren.

Die Tage ueber verbrachten wir in den unglaublich schoenen Canyons der Blue Mountains die irgendwie nach einer Mischung zwischen Grand Canyon und Suedamerikanischen Regenwald aussahen.

Aabens haben wir dann immer wieder einen schoenen Parkplatz direkt an einer Klippe gefunden an dem wir dann Tee trinkend froestelten schon etwas verwunderlich, da wir in Sydney doch noch planschend am Strand waren. Der Temperaturunterschied muss irgendwo bei 20 Grad liegen und wir fuehlten zum ersten mal, dass hier ja eigentlich gerade der Winter zuende ging.



Nach den Blue Mountains kam dann auf einmal nichts mehr.

Also klar, da war schon was, aber alles irgendwie mindestens 50 Kilometer voneinander entfernt. Als waeren wir aus der Zivilsation herausgefallen fuhren wir nun Stundenlang auf Highways oder Schotterstrassen ohne bemerkenswertes zu sehen oder geschweige denn zu erleben.

Dafuer haben wir hier endlich unser erstes Kangaroo gesehen! – Es lag auf dem Mittelstreifen.

Da sonst nichts anderes als mordlustige Trucker fuer Abwechslung sorgten zaehlten wir stattdessen Kangaroos – und zwar die auf der Strasse. Der Rekord lag bei 46 Kangaroos auf 10 Kilometern. Scheinen suizidale Wesen zu sein und auch der Grund fuer die Metallgitter an den Windschutzscheiben der Lkws und Busse.

Na das kann ja was werden.

Da es ausserhalb der Blue Mountains wieder merklich waermer wurde haben wir uns, als relativ einziges Highlight in dieser Einoede, einen Tag lang zum angeln an einem schicken Stausee hingehockt.

Gebissen hat nichts aber braun sind wir geworden. ( Und fast bescheuert, da es auf einmal bullenheiss wurde).

Die letzten 150 Kilometer haben wir dann im Sprint nach Moree hingelegt, weil wir nicht schon wieder in der letzten Pampa pennen wollten. Wie wir dann kurz Pause gemacht und etwas aus dem Auto geholt haben, krabbelte uns eine Bierdeckel-grosse Spinne entgegen. Die hat es sich schoen im Kofferraum bequem gemacht und lachte uns entgegen, vielleicht war es auch ein fauchen, das konnten wir in der verschreckten Umarmung und beim maedchenhaften Aufschrei nicht ganz genau erkennen.

Ungluecklicher Weise haben wir uns einige Tage zuvor im Botanischen Garten Sydneys ein Buch gekauft, in dem fast alle Lebewesen aufgelistet sind, die dich mit einer unwahrscheinlich grossen Sicherheit von deinen Sorgen ueber das morgige Abendessen befreien werden, i n dem sie dich einfach toeten. Da dies Buch von uns dummerweise als Abendlekture genutzt wurde und jeder weis ja wie sich Gruselgeschichten ueber Nacht im Kopf weiter spinnen koennen, koennt ihr vielleicht verstehen warum wir erst dreimal auf einen Baumstamm gucken bevor wir uns darauf setzen.

Irgendwann abends sind wir dann in Moree angekommen und haben uns noch einen vergnuecklichen Abend im Auto gemacht- mit einer Kiste Dosenbier und einer improvisierten Autoradio-Karaokemaschine. ; )

Herlicher Absturz!







riesen Pflanzen

unsere "kleine" wanderung durch den canyon










sonnenaufgang in den blue mountains






die panorama-bilder kommen besser rueber wenn ihr drauf klickt






Tareks stolzer Fund


die Aussicht im Nichts geniessen





Honig ist alle : (






endlich in Moree angekommen.


















Sydney

Endlich sind wir in Sydney angekommen und wurden waermstens von Tanja und Joern-Daniel (den TurboThiels) eingesackt und ab gings in unseren Backpacker im schoenen Stadtteil namens "Pott". Potts Place, Potts In, Pott is geil, Pott Street ...da bekommst du bestimmt nen Rabatt, wenn du dort absteigst Pott.


Die Fahrt dorthin war schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf den schoenen Linksverkehr. Christoph sass vorne im Wagen um sich schon einmal daran zu gewoehnen und er ist des oefteren leicht verschreckt zusammen gezuckt wenn es links herum in den Kreisverkehr ging oder Joern-Daniel drauf und dran war als vermeintlicher Geisterfahrer auf den Highway aufzufahren. Na das kann ja noch was werden wenn wir uns selbst mit der Karre auf die Socken machen.


Deren bzw. unser Auto ist absolute Bombe. Vollgestopft bis obenhin mit Kisten, Taschen und Tueten aber alles hat irgendwie doch seinen Platz. Und ein System wie man das Ladegeraet der Batterien findet ohne einen Suchund der Polizei anzulocken haben sie sich auch ueberlegt. "Haltet die Karre schoen ordentlich, dann laesst es sich angenehmer reisen und nachher kann man sie auch besser weiter verkaufen." Mhmm.. sicherlich! Gerade wir zwei. Wahrscheinlich werden wir nach 3 Tagen weder vom Fussboden noch von den Tellern essen koennen ohne, dass man in Versuchung kommt einen Arzt zu konsulltieren.




Aber erst einmal sind ein paar vergnuegte Tage mit den Turbothiels in Sydney auf dem Plan und als Begruessungsgeste wird unsere Duty Free Shop Beute vernichtet.
Gott hat die Welt naemlich auch in Australien gekuesst und das einige hundert Kilometer noerdlich von Brisbane. An diesem Fleck wird der wunderbare und absolut geile Bundaberg Rum gebraut, angesetzt oder sonstwie hergestellt. Wie auch immer sie den Rum ins Fass beommen, die Leute in Bundaberg habens einfach drauf. Die TurboThiels haben uns jedenfalls beauftragt soviel wie nur geht im Duty Free einzukaufen, denn mit diesem fluessigen Gold ist man erstens auf gluecklich, einfach Art betrunken (ein Liter haelt in etwa einen Monat bei drei trinkfreudigen Menschen) und ausserdem sei man damit der beste Freund der Trucker in Garah. Dafuer hat dieser Rum auch einen stolzen Preis. Im normalen Liquer Shop kosten 0,7 Liter mal locker 30 bis 40 Euro.
Die Tage ueber gabs dann den klassischen Touri Kram samt naechtlicher Bootsfahrt durch den Hafen. Sydney ist eine sau geile Stadt und definitv mehrere Besuche wert. Sei es der Botanische Garten oder die „Altstadt“ – ein teures aber geiles Vergnuegen.


man lese sich das kleingedruckte durch ;)

Joern Daniel hat sich dann zur Kroenung noch seinen Haarschopf abrasiert und traegt jetzt stolz Platte. Tarek hat dann gleich mitgemacht und alles wurde froehlich begossen.




Auf der Testfahrt mit unserem neuem Maennerspielzeug haben wir dann fix die asutralischen Formalitaeten erledigt und Insidertipps gesammelt („Wenn ihr unterwegs mal ordentlich kack** wollt, fahrt zu dem und dem Baumarkt, der hat saubere Toiletten.“)
Und ratz fatz war auch schon der letzte Tag da und wir haben die TurboThiels zum Flughafen gebracht wo Joern Daniel sich weinend von seinem Pooh Baeren (dem Auto) getrennt hat und beide Thiels Australien traurig den Ruecken gekehrt haben.

Wir zwei hatten nun aber alles was wir brauchten: ein wenig Geld, ein dickes Auto und ein Land so gross wie Europa!


Diese schicken Flugfuechse oder Bats sitzen ueberall im Botanischen Garten rum.
Wir spielen ein Spiel: Wo ist die Kanone im rechten Bild?



Ueber die Harbour Bridge und wieder zurueck






schoen aussie-made:
Rueckenkratzer und Kangaroohoden






mit kurzen Haaren sitzt die Muetze besser










goofying around







Donuts im Angebot und Joernie hat gepupst!







und sowas essen die hier. der haufen baby poo ist ein chilli con carne meat pie.
muss man auch nicht taeglich zum fruehstueck haben.

Sonntag, 20. September 2009

Jetzt geht das geblogge los

Jetzt gehts endlich los! Unser Blog kann sich ueber tausend kommende Eintraege freuen, denn wir haben uns ein Netbook gekauft und halten ab jetzt fleissig ausschau nach Mc’s samt gratis W-lan.
Also fangen wir doch noch einmal an alles ausfuehrlich zu Berichten, auf dem Sofa liegend und Cola trinkend.

Unsere Fluege nach Sydney waren alles in allem eine angenehme Sache. Erstmal der herzzerreissende Abschied in Hamburg. Stolz wie Bolle sind wir dann ja mit unseren neuen Shirts durch die Passkontrolle gewandert und haben unsere Gitarre ins Flugzeug geschmuggelt. Das war mal wieder schoen deutsch.
Zum Abschied haben wir noch einmal die schoenen Eigenschaften unserer Landsleute bewundert – die nette Lufthansa Dame wollte naemlich unsere Gitarre nicht mit an Bord lassen. Aha… und was sollen wir dann damit machen, aufessen? Christoph war eh schon etwas angepisst da sein Rucksack als Sperrgepaeck abgefertigt werden musste und nun noch das.
Wir haben die Dame dann solange zugetextet von wegen die Frau am Check-In meinte, dass darf und was sollten wir denn sonst damit machen, bis sie uns mit boesen Blicken endlich erlaubt hat unsere Gitarre mit an Bord zu nehmen. Dann kommen wir an unseren Plaetzen an, wollen unser Handgepaeck verstauen und stellen fest, dass alle Faecher ueber uns belegt waren ausser einem welches nur halb voll war. Liebevoll fragen wir ob wir die Laptoptasche darin wohl hinlegen koennen damit unser Gepaeck auch hineinpasst und als Antwort kommt ein patziges “Nein! Die muss aufrecht stehen” “Aber die ragt da quer hinein und blockiert das halbe Fach!” “Die MUSS aufrecht stehen!” – Arschloch!
Wie wir ausstiegen hat der werte Herr dann seinen heiligen Laptop hinausgenommen und, uns sind fast die Adern an der Stirn geplatzt, ein weiteres Fach mit 3 weiteren Taschen geleert. – #$%^@&$***!!
Japp.. das sind doch mal die Menschen mit denen wir unser schoenes Land teilen.

Nun denn – London!
Deutschland haben wir jetzt wirklich komplett hinteruns gelassen. Waren die Durchsagen im Flieger noch auf Deutsch ist jetzt alles um uns nur noch in fremden Lauten. Die ersten 5 Briten haben uns dann auch etwas komisch angeschaut wie sie etwas laenger auf eine klare Antwort warten mussten.
In den, ich glaube 2 ½ Stunden haben wir eigentlich nicht mehr gemacht als rumzusitzen und dann doch noch mal nach Fast Food zu suchen. Haben dann ein sehr geiles Mc’s Restaurant in lecker und afrikanisch gefunden. Und wie man mit einer Kreditkarte Trinkgeld geben kann haben wir dann auch noch gleich erzaehlt bekommen. War wohl doch nicht so ganz Fast Food.



Und ab gings aus Europa in Richtung Asien.
Der werte Peter neben uns war eigentlich ne geile Sau die sich aber irgendwie zurueckgehalten hat.
Naja, als Brite weiss man sich halt zu benehmen hat aber dennoch Kaffee anstatt Tee getrunken.
Irgendwann nach 10 oder 12 oder 300 Stunden und einer schlaflosen Nacht sind wir irgendwann gegen Abend (daemliche Zeitverschiebungen) in Hongkong gelandet und wurden freundlichst von unserer Air New Zealand Crew verabschiedet mit der Frage warum wir denn nicht ein wenig Musik waehrend des Fluges gemacht haetten. So geht das ihr bloeden Deutschen!

Die erste Chinesin die uns begruesste trug natuerlich,der aktuellen Mode entsprechend, einen


Mundschutz. - Willkommen in Influenzia!
Als einzige Sehenswuerdigkeiten unseres Hongkong Aufenthaltes gab es:
- einen versmogten Himmel
- eine Armee von Flughafenmitarbeitern die uns alles mit einer zahlenmaessigen Ueberlegenheit von 2 zu 5 mehrfach erklaert haben und sich sogar bedankt haben Tareks Rucksack nach Sprengstoff durchsuchen zu duerfen
- Playstations
- hunderte kleiner Asiatinnen
- einen sabbernden Tarek
- nichts










Viel war da also nicht, AUSSER unserem Ausflug in ein chinesisches Restaurant.
Mutig hat Christoph sich dann einfach mal irgendwas bestellt was er nicht ganz verstanden hat und endete dann mit zwei ueberaschungseiergrossen Schweinenasen.
Waehrend Christoph spontan angefangen hat eine neue Diaet zu beginnen hat Tarek das klumpige und knorpellige Ding mit Genuss verspeisst und festgestellt, dass es zusammengematschtes Hack- und Garnelenfleisch war.



Und ab in den Flieger und mit Peter weiter nach Neuseeland.
Tarek hat dezent auf das Abendessen verzichtet und versucht die Turbulenzen einfach zu verschlafen waehrend Christoph mit Gusto Tareks essen vernichtet hat. Schliesslich kann man eine Diaet ja auch mal spontan vergessen. Zudem kam die neue Flugzeugbesatzung oefter mit der mobilen Bordbar vorbei.

























Videos geschaut und versucht einzuschlafen… klappt nicht bei Christoph dafuer aber bei Tarek, der dabei artig mit seinem Ellenbogen die Arme seiner Sitznachbarn bearbeitet hat. Zum Glueck sass nur Christoph neben ihm.

FOTO TAREK AM SCHLAFEN





Endlich war auch dieser 10 Stunden Flug vorbei und stolz stiegen Christoph (mit Augenringen bis Meppen) und Tarek (mit Samba tanzendem Magen) hinaus in den pulsierenden Provinzflughafen Aucklands.
Erstmal zu Burger King und dann mal schauen. Haben ja noch 5 Stunden vor uns, da muessen wir nicht alles auf einmal entdecken *hust*

























VIDEO TAREK LANGEWEILE

Jetzt aber! Ab nach Sydney!
Tarek hat seinen letzten Film zuende gesehen und Christoph sich im Schlaf vollgesabbert.
Langweiliger Flug – aber eeeeeendlich lag unter uns Sydney.
Ueberraschender weise hat es Tareks in Muelltueten und Klebeband eingepackter und Christophs als
Sperrgepaeck deklarierter Rucksack bis hierher geschafft und nachdem Tarek seinen kompletten Reiseproviant der letzten 2 ½ Tage in einer australischen Kloschuessel hinterlegt hat haben wir uns durch den Zoll nach Australien geschmuggelt.






























Tschuess Spaddels!




















Tarek entdeckt vor Langeweile seinen Koerper



















Asiaten sind echt sau klein!



Morgendusche in Auckland